UC:TT:PassengerInformationAtStations

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Passenger information at stations
Subschema: Timetable and Rostering
 
Related subschemas: IS RS 
Reported by: PSI
Finish.png (version(s) 3.2)
For general information on use cases see UC:Use cases


Use case / Anwendungsfall

Passenger information at stations / Fahrgastinformation am Bahnhof

Allgemein

Ein Fahrgastinformationssystem dient der Darstellung von fahrplanbezogenen Informationen auf Anzeigern und in Form von Ansagen zu

  • Z├╝gen: n├Ąchste abfahrende Z├╝gen, anbekommende Z├╝ge
  • Fahrplan├Ąnderungen: Soll-Fahrplan und Ist-Fahrplan (Versp├Ątungslage), Zugausf├Ąlle, Zielwechsel (Zug fahrt nicht bis zur letzte Station)
  • Formationen: Umgekehrte Reihung, Fehlende Wagen, Ersatz Wagen (IC statt ICE), fehlender Bordbistro
  • Haltepositionen: Gleiswechsel, Sektoren der verschiedene Wagen und Richtung bei Fl├╝gelz├╝ge
  • Anschl├╝ssen: Ansage, dass den Zug nach XX nicht gewartet hat und die n├Ąchste Reisem├Âglich nach XX
  • Zug Durchfahrt ansagen (G├╝terz├╝ge oder ICE der nicht ├╝berall h├Ąlt) zu Fahrgastsicherheit

Da FGI-Systeme Informationen zur unmittelbaren Zukunft darstellen, werden diese Daten nur mit kurzem Planungshorizont ben├Âtigt. Typischerweise werden einzelne Betriebstage oder Teile davon importiert. Das FGI System kann entweder die Prognose selbst berechnen oder importieren. In diesem letzten Fall werden vor allem Echtzeit Daten ben├Âtigt.

Infrastruktur

FGI Systeme setzen oft auf mesoskopischen Infrastrukturdaten auf. Es wird ein Netz der Verbindungen zwischen Station und Blockstellen importiert. Innerhalb der Stationen sind Informationen zu den Gleisen erforderlich, sowie zu Haltpositionen. Auch die Beziehung zwischen Gleisen und Bahnsteig kann f├╝r FGI Systeme relevant sein. Diese Daten sind Voraussetzung f├╝r u. a. folgende Funktionen:

  • Gleiswechsel und deren Ank├╝ndigung
  • Sonderz├╝ge, die im FGI System direkt eingegeben werden k├Ânnen
  • Spontane Streckenst├Ârungen und Gleissperrungen, die im FGI System eingerichtet werden k├Ânnen (Personenschaden, Unf├Ąlle mit Stra├čenfahrzeugen)
  • Sektorgenaue Ank├╝ndigung der Halteposition von Z├╝gen bzw. Zugteilen

Blockstellen werden durch ein FGI System dazu ben├Âtigt, um die Fahrzeuge genauer orten zu k├Ânnen und darauf basierend pr├Ązisere Prognosen errechnen zu k├Ânnen. Es sind nat├╝rlich auch FGI Systeme vorstellbar, die diese Berechnung nicht selber durchf├╝hren; F├╝r diese Systeme sind Infrastrukturdaten bis auf Blockstellenebene dann nicht notwendig.

Detaillierterer Infrastrukturinformationen wie Neigungswinkel, Kurvenradien o. ├Ą. sind in der Regel f├╝r FGI Systeme nicht erforderlich. Ausnahme stellen Systeme dar, die Ortung auf Basis von GPS Koordinaten vornehmen. In diesem Fall sind genaue Angaben zum Verlauf der Strecke nat├╝rlich unerl├Ąsslich.

Rollingstock

Um Eigenschaften von Fahrzeugen an den Fahrgast kommunizieren zu k├Ânnen sind Daten zu den Fahrzeugen und Formationen erforderlich. Folgende Informationen von Fahrzeugen sind u. a. relevant:

  • 1. Klasse/2.Klasse
  • Speisewagen
  • Fahrradmitnahme
  • G├╝terwagen
  • Lokomotive ohne Fahrgastraum
  • L├Ąnge der Fahrzeuge (um auf Basis der Halteposition des Zuges die Sektoren zu errechnen)

Auf Basis dieser Daten k├Ânnen durch das FGI System Wagenstandanzeigen generiert werden, und auf den Displays die Haltepositionen der Zugteile abgebildet werden, was speziell bei der Anzeige von Fl├╝gelz├╝gen oder solchen, die sp├Ąter im Zuglauf geschw├Ącht werden sollen, von gro├čer Bedeutung ist.

Genauere Informationen zu den Fahrzeugen, wie das Gewicht, die Bremskraft o. ├Ą. werden f├╝r den Betrieb eines FGI-Systems am Bahnhof nicht ben├Âtigt.

Timetable

F├╝r den Betrieb eines FGI Systems werden Fahrplandaten mit kurzem Planungshorizont ben├Âtigt. H├Ąufig werden nur die Daten f├╝r den aktuellen und den folgenden Betriebstag in das System importiert (der folgende Betriebstag wird dabei oft dazu verwendet am Vortag bereits anzuzeigende Sonderinformationen in das System einzupflegen). Ben├Âtigt werden die betrieblichen und kommerziellen Z├╝ge um fl├╝gelnde und kuppelnde Z├╝ge abbilden zu k├Ânnen. Es muss f├╝r das FGI System m├Âglich sein, zu bestimmen, welche Z├╝ge am zu importierenden Betriebstag unterwegs sein werden und in welcher Konfiguration. Folgende Informationen werden ben├Âtigt:

  • Zugnummer
  • Linie
  • Zuggattung
  • G├╝ltigkeit (Operating Period) und Ausfallinformationen
  • Formation
  • Zugbehandlungen (Fl├╝geln, Kuppeln, Schw├Ąchen, Verst├Ąrken, Zugtausch ÔÇô wie bildet man eigentlich einen Zugtausch in railML 2 ab?)
  • Ursprungs und Zielort (sofern nicht aus dem Zuglauf bekannt ÔÇô Stichwort ÔÇ×Einbrechende und ausbrechende VerkehreÔÇť)
  • Zuglauf mit jeweils:
    • Geplanter Ankunft und Abfahrtszeit
    • Gleisinformationen
    • Haltepunktinformationen
    • Bedarfshalt, Durchfahrt, Halt
    • Mindesthaltezeiten und Mindestfahrzeiten
    • Betriebshalt/kommerzieller Halt
    • Anschlussinformationen
    • Wendeinformationen
  • Umlaufinformationen (um Auswirkungen von Versp├Ątungen auf Folgefahrten prognostizieren zu k├Ânnen)
  • Fahrplan├Ąnderungen (├änderungen der Kurzfristplanung im Vergleich zur Langfristplanung)

Zus├Ątzlich k├Ânnten nat├╝rlich auch weitere Daten, die sich direkt auf die anzuk├╝ndigenden Informationen beziehen importiert werden. So k├Ânnten etwa pro Station Ziel- oder Viatexte importiert werden, die f├╝r den entsprechenden Zug an einem Bahnhof anzuzeigen sind. Das ist z. B. dann sinnvoll, wenn f├╝r einen Fernzug an Bahnh├Âfen im Ausgangsgebiet nur eine Region als Ziel angek├╝ndigt werden oder eine Ringlinie beauskunftet werden soll. Ebenso k├Ânnten geplante Sondertexte bereits aus railML importiert werden, etwa solche, die auf einen besonderen Zuschlag f├╝r den Zug hinweisen, oder Werbung beinhalten, die im Kontext des Zuges zu Anzeige gebracht werden soll.